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Cindy Shermanexhibitionsselected work biography bibliography articles films | Cindy Sherman Sprüth Magers Berlin february 18 - april 18 2009Overview / Press Release english / deutsch / download press releaseSherman fotografiert alleine in ihrem Studio und nimmt dabei die Rolle der Autorin, Regisseurin, Visagistin, Friseurin, Garderobiere und die des Models ein. Die Idee und die Erfahrung des Verkleidens und Schauspielens stehen bei Shermans Arbeit im Mittelpunkt, sie behält jedoch jedes Detail der einzelnen Darstellungen genau im Blick. Jedes Stück Haut, jede Haarsträhne, geschminkte Wange oder gerunzelte Stirn sind überlegt inszeniert: So entstehen realistische, aber dennoch merkwürdig undurchschaubare Charaktere. Das Gefühl der Spannung zwischen Pathos und Entfremdung, das Shermans Figuren beim Betrachter hervorrufen, wird durch den immer offensichtlich inszenierten und auffällig treffenden Zusammenhang, in dem sie erscheinen, noch verstärkt. Für ihre neue Serie fotografierte sich Sherman vor einer grünen Wand und fügte ihre Schöpfungen dann digital in Hintergründe ein, die separat aufgenommen und bearbeitet wurden. Die jeweiligen Szenarien lassen die Geschichte, die Shermans Kleidung und Blick erzählen, durchdachter und komplexer wirken. Alle in der neuen Ausstellung dargestellten Frauen haben ein starkes Bewusstsein für Glamour und soziale Stellung gemeinsam, das im Hinblick auf die heutige Image- und Statusbesessenheit sowohl beunruhigend offenkundig als auch auf bittere Weise treffend erscheint. Auf einem Foto (Untitled #465, 2008) starren die leidenschaftlich stolzen Augen einer Frau vor dem verzerrten und verschwommenen Hintergrund ihres Landsitzes aus einem vom Alter schwer gezeichneten und zerfurchten Gesicht, nur leidlich durch Makeup, gefärbtes Haar und teure Perlen kaschiert. In einem weiteren Werk der Reihe (Untitled #467, 2008) blickt eine Frau mit engem, paillettenbesetzten Rock, unechtem Goldschmuck und extravaganten weißen Kunstnägeln wütend den Betrachter an und scheint ihn herausfordern zu wollen, sie als billig zu bezeichnen oder zerknirscht zuzugeben, dass genau diese Beschreibung auf sie zutrifft. Es ist jedoch letztendlich unmöglich, eine klare Botschaft aus Shermans Arbeit zu lesen. Verschiedene Ebenen von Täuschung und Authentizität wirken und interagieren in ihren Bildern und verkomplizieren so eine direkte Interpretation ihrer Charaktere oder der Geschichten, die sie dem Betrachter erzählen. Cindy Shermans Arbeiten sind in vielen wichtigen privaten und institutionellen Sammlungen vertreten und werden in bedeutenden Museen weltweit ausgestellt. Große Einzelausstellungen fanden 2003 in der Serpentine Gallery in London und der Scottish National Gallery of Modern Art sowie 1998 im San Francisco Museum of Modern Art statt. Wichtige Gruppenausstellungen wurden 2006 im Palazzo Grassi in Venedig und im Institute of Contemporary Arts in London, im Jahr 2003 im Guggenheim Museum in New York und 2000 im Centre Pompidou in Paris sowie im Museum of Modern Art gezeigt. Sie hat im Laufe ihrer Karriere verschiedene bedeutende Auszeichnungen, unter anderem die John Simon Guggenheim Memorial Fellowship (1983) und die MacArthur Fellowship (1995) erhalten. Cindy Sherman lebt und arbeitet in New York. Eine Auswahl der gezeigten Werke wird im Anschluss an die Berliner Präsentation bei Sprüth Magers London zu sehen sein (16. April – 30. Mai 2009). Neben den Arbeiten von Cindy Sherman zeigt Sprüth Magers Berlin parallel Andrea Zittels „Smockshop" sowie in den Räumen von Schellmann Sprüth Magers eine Edition von Gerda Scheepers. Für weitere Informationen, Interviewanfragen und Bildmaterial wenden Sie sich bitte an Jan Salewski (js@spruethmagers.com). Ausstellungseröffnung: 18.02.2008, 18 - 21 Uhr Öffnungszeiten der Galerie: Di - Sa, 11 - 18 Uhr |
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